“Ich bin ein freundlicher, geselliger Mensch, der es nach Möglichkeit vermeidet, dem Wandel von der Komödie zur Tragödie nachzuhelfen, dafür sorgt das Leben selbst.” (Guillem Piña, DwD, S.597)
“Was als Komödie beginnt, endet als Tragödie.” (Iñaki Echavarne, S.615)
“Was als Komödie beginnt, endet als Tragikomödie.” (Aurelio Baca, S.616)
“Was als Komödie beginnt, endet unfehlbar als Komödie.” (Pere Ordóñez, S.617)
“Was als Komödie beginnt, endet als kryptographisches Exerzitium.” (Julio Martínez Morales, S.619)
“Was als Komödie beginnt, endet als Horrorfilm.” (Pablo del Valle, S.623)
“Was als Komödie beginnt, endet als Triumphmarsch, oder etwa nicht?” (Marco Antonio Palacios, S.625)
“Was als Komödie beginnt, endet unvermeidlich als Geheimnis.” (Hernando García León, S.629)
“Was als Komödie beginnt, endet als Responsorium im leeren Raum.” (Pelayo Barrendoáin, S.632)
“Was als Komödie beginnt, endet als komischer Monolog, aber für uns gibt es nichts mehr zu lachen.” (Felipe Müller, S.636)
Und wie und wo endet der ganze Roman “Die wilden Detektive”? -
Die Antwort fällt unterschiedlich aus, je nachdem, ob man stärker auf die “Erzählzeit” oder aber auf die “erzählte Zeit” achtet (bzw. auf die erreichte Seitenzahl oder die schon vorher erreichte Zeitstelle). Das trifft übrigens auch für Bolaños Roman “2666″ ganz ähnlich zu.

Wie und wo “Die wilden Detektive” endet, kann ich noch nicht sagen. Zur Zeitstruktur verweise ich vorläufig auf den Beitrag “Rand des Nervenzusammenbruchs” vom 32. 1. 2010.
Beim Lesen hatte ich das Gefühl, ich würde die Redewendung kennen: Was als Komödie begann, endet als Tragödie. Bloß woher?
Thomas Bernhard?
(Thomas Bernhard: “Ist es eine Komödie? Ist es eine Tragödie?”)
Vgl. auch Friedrich Dürrenmatt (“tragische Komödie”, das Tragische könne man heute nur aus dem Komischen heraus erzielen)
Zudem: •Karl S. Guthke: Die moderne Tragikomödie. Theorie und Gestalt, 1968
Auch an Filme mag man eventuell denken: z. B.
Storm Warning – Überleben kann tödlich sein
Horror | Australien 2007
Hallo allerseits,
Das auch bei mir vorhandene vage Gefühl, die Redewendung zu kennen, hat mich dazu bewogen, kurz den Goggel zu bemühen. Das einzige Gescheite, was dabei rauskam, war eine Filmkritik in der Berliner Morgenpost vom 14. November 2008 zum Film “Zufällig verheiratet” – die mir jedoch sicher bis dato völlig unbekannt war.
Ich denke jedoch, die Redewendung beschreibt ein geradezu archetypisches Muster, so dass sie einem unbedingt bekannt vorkommen muss – ohne dass man sich an ihren Ursprung erinnert.