Zum Abschluss hat zwei666.de einige der regelmäßigsten Bolaño-Kolumnisten der vergangenen Monate gebeten, einige Fragen zum Roman in möglichst wenigen Sätzen zu beantworten.
- Hat 2666 Dein Leben verändert??
Jürgen Lübeck: Nein, das würde ich so nicht sagen. Aber es hat meine Neugierde auf lateinamerikanische Literatur vergrößert. Die lag bisher völlig außerhalb meines Fokus. (Und ich muss sagen, ich bin durch Kehlmann darauf gestoßen worden.)
Günter Landsberger: Nein. Nicht durchschlagend. - Aber eine innere Bereicherung bedeutete meine intensive Beschäftigung mit “2666″ für mich zweifellos. Und: Dass auch hohe Qualität in der heutigen Literatur noch möglich ist, freut mich natürlich sehr und bestärkt mich in meinen Vorlieben und in ihrer beständigen Ausweitung.
Dietmar Hillebrandt: Zumindest mein lesendes und schreibendes Leben, wie jedes Leseerlebnis. Da gibt es noch viel mir Unbekanntes da draußen: Onetti, Juana Inez, Schwob, Bolanos Gedichte, weitere Bücher von ihm. Bei den wilden Detektiven bin ich dabei.
Andreas Gierth: Nein. Aber es hat mein Leben um ein Stück erstklassige Literatur bereichert.
Thorsten Wiesmann: Kann nach dem Lesen von Bolano nur noch Mary Gaitskill Geschichte “Mirrorball” für ganz voll nehmen.
Marvin Kleinemeier: In verschiedenen Bereichen auf verschiedene Weisen, ja. Allein die Menschen, die ich durch die Seite kennengelernt habe und alles was damit zusammenhängt, hat mein Leben in den vergangenen Monaten doch sehr bereichert. Die Bücher, die ich durch Bolaño lese, sind ebenfalls stark beeinflussend.
-
- War die Teilnahme an dem Projekt gut angelegte Zeit, oder bereust Du, an zwei666.de teilgenommen zu haben?
Thorsten Wiesmann: Danke für das schöne Projekt.
Andreas Gierth: Ich bereue es keinesfalls! Allerdings lese ich gemeinhin schneller und war schon vor dem gesetzten Ende fertig. Das macht es für mich schwierig, nachher gemeinsam über das Ganze des Romans zu sprechen.
Jürgen Lübeck: Nein, das war sehr gut so. Für mich ist es das erste Mal gewesen - und ich will dabei bleiben.
Günter Landsberger: Für mich war das sehr gut, weil mich zu viele Lektüren gleichzeitig interessieren. So blieb ich immer gerne dabei. Zudem war der Austausch mit Euch sehr anregend.
Dietmar Hillebrandt: Es hat Spaß gemacht und war eine wichtige Zeit für mich, auch der Selbsterkenntnis. Meine erste Erfahrung in einer bibliophilen “Selbsthilfegruppe”, die ich nicht bereue. Viele Anregungen, konstruktives Streitgespräch und ein junger Journalist, der auf der einen Seite bemerkenswert objektiv blieb, viel Arbeit investierte und trotzdem auch eigene Lesegefühle und Überzeugungen einbrachte. Gratulation vorweg für http://www.wilde-leser.de! Ich werde zumindest in meinem wenig besuchten Blog darauf verweisen…


Casino 1276647097…
Casino 1276647097…
Добавлю в закладки, интеретсно читать
отличный пост, автор пиши ещё