Ein Roman, der ausschließlich von einer Handlung ausgeht, einer linear erzählten oder auch nicht linear erzählten Handlung, der lediglich auf einer in- und auswendig bekannten Handlung basiert, die man jedoch nicht so sehr in unserem, sondern im 19. Jahrhundert in- und auswendig kannte, diese Art von Roman hat sich erschöpft. Man wird solche Romane weiterhin schreiben, sehr lange noch, aber dieser Romantyp hat sich erschöpft. Und nicht weil ich es jetzt sage, sondern weil er sich bereits seit sehr vielen Jahren erschöpft hat. Nach “Über Helden und Gräber” von Ernesto Sábato kann man im Spanischen keinen solchen Roman mehr schreiben, nach “Morels Erfindung” von Bioy Casares kann man keinen Roman mehr schreiben, in dem das einzige, worauf es ankommt, die Handlung ist, und wo es sonst keine Struktur gibt, kein Spiel, keine Stimmen, die sich kreuzen.
D.R. (c) Editorial Candara, teveunam, Erik Haasnoot 2008.
Vielen Dank an den Hanser Verlag, für die freundliche Bereitstellung dieser Übersetzung.


Weder Ernesto Sábato (geb. 1911) noch Adolfo Bioy-Casares (geb. 1914), immerhin aber Juan Carlos Onetti (geb. 1909) ist im selben Jahr wie Bolaños (bzw. Archimbolis Ur-Schriftsteller) Boris Abramowitsch Ansky geboren. Was immer diese Übereinstimmung bedeuten oder auch nicht bedeuten mag.
Allerdings freut es mich auch so ein bisschen, dass Sábato (”Maria”, Über Helden und Gräber”, später “Abbadon”) und Bioy-Casares (”Fluchtplan”) auch für mich mit zu den ersten großen lateinamerikanischen Autoren gehört haben, deren Büchern ich das Glück hatte, vor 30 / 35 Jahren erstmals zu begegnen.
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интеретсно написано